Das mittelalterlich geprägte Zentrum Tallinns gilt als der schönste und touristisch wertvollste Stadtbereich im gesamten Baltikum. Der historische Stadtkern der Stadt wurde durch die UNESCO bereits 1997 zum Weltkulturerbe ernannt. Zu den touristischen Attraktionen gehören die am Fuße des Dombergs gelegene Nikolaikirche, der Kiek in de Kök (ein ehemaliger Kanonenturm aus dem 15. Jahrhundert), die 1422 erstmals erwähnte Ratsapotheke, das Rathaus samt belebtem Vorplatz und die Gildehäuser. Von der mittelalterlichen Burg auf dem Domberg (Toompea) sind nur noch die nördliche und westliche Mauer sowie drei Türme erhalten. |
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Der Marktplatz
Der Platz vor dem historischen Rathaus von Tallinn dient seit Jahrhunderten als Marktplatz und wurde sogar schon vor der Errichtung des Rathauses für diesen Zweck genutzt. Heute ist der Platz nach wie vor der kulturelle Dreh- und Angelpunkt der ganzen Stadt. Traditionell ist der Rathausplatz auch der Mittelpunkt der Altstadttage, einer modernen Version des mittelalterlichen Karnevals. |
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Das Rathaus
Das historische Rathaus von Tallinn ist das einzige vollständig erhaltene gotische Rathaus in Nordeuropa und wurde 1322 erstmals urkundlich erwähnt. Sein heutiges Erscheinungsbild erhielt es allerdings erst durch einen Umbau in den Jahren 1402 bis 1404. Der dreischiffige Keller steht Cästen und Bürgern als Ausstellungsfläche zur Verfügung. In den Sommermonaten können Besucher über eine lange Wendeltreppe den achteckigen gotischen Turm ersteigen und von oben einen faszinierenden Rundblick über die Altstadt und das Stadtzentrum genießen. |
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Die Rathausapotheke
Direkt am Rathausplatz von Tallinn befindet sich die älteste noch betriebene Apotheke Europas, die noch immer an genau der gleichen Stelle steht, an der sie sich zur Zeit ihrer ersten urkundlichen Erwähnung im Jahr 1422 befand. In der Apotheke, die im Laufe der Jahrhunderte geringfügige Änderungen erfuhr, werden heute moderne Arzneimittel verkauft, aber nach wie vor wird sie von der Atmosphäre vergangener Zeiten durchweht. |
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Die Viru-Tore
Die Viru-Tore befinden sich am östlichen Teil der Stadtmauer. Die beiden Türme, die zusammen die Lehmpforte bilden, sind das einzige Überbleibsel eines ursprünglich viel größeren Systems von Stadttoren, das im 14. Jahrhundert angelegt wurde. Auch heute noch markiert die Lehmpforte einen der Hauptzugänge in die Altstadt, durch den der Fußgänger auf der Viru-Straße – einer wichtigen Einkaufsstraße mit vielen Restaurants – die Stadtmauer passiert. |
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Nunna-, Sauna- und Kuldjala-Turm
Diese drei mittelalterlichen Türme einschließlich der teilweise erhaltenen Verbindungsmauer dazwischen sind im Unterschied zu den allermeisten anderen Türmen für Touristen zugänglich. Nach dem Aufstieg fühlt sich der Besucher wohl einen Moment lang wie einst die Wächter, die die Stadt gegen mögliche Eindringlinge zu verteidigen hatten, aber beliebt ist die Stadtmauer vor allem wegen des malerischen Ausblicks, der sich von hier oben auf die roten Ziegeldächer der Altstadt und auf den Domberg (Toompea) bietet. |
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Große Strandpforte und Dicke Margarethe
Diese miteinander verbundenen Turmbauten auf der dem Meer zugewandten Seite der Stadt wurden nicht nur zu Verteidigungszwecken errichtet, sondern sollten auch die Besucher beeindrucken, die auf dem Seeweg nach Tallinn kamen. Heute befindet sich im Turm der Dicken Margarete das Estnische Meeresmuseum, das Exponate aus der Seefahrts- und Fischereigeschichte Estlands zeigt. Die Aussichtsplattform lohnt den Aufstieg mit einer wunderschönen Aussicht auf die Altstadt und die Tallinner Bucht. |
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Kiek in de Kök
Dieser massive mittelalterliche Wehrturm auf den Abhängen des Toompea Hügels wurde lustigerweise "Kiek in de Kök" genannt (wörtlich: "Guck in die Küche"), weil die Soldaten nämlich von hier in die Küchen der unten gelegenen Häuser schauen konnten. Heute befindet sich hier ein Museum zur Entwicklung der Stadt sowie eine Daueraustellung, die über wichtige militärische Ereignisse in der Stadtgeschichte informiert. |
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Das Haus der Schwarzenhäupterbruderschaft
Das Haus der Brüderschaft der Schwarzhäupter ist fast das einzige noch erhaltene Renaissance-Gebäude in Tallinn. Die Brüderschaft der Schwarzhäupter entstand 1399. Sie vereinigte junge, unverheiratete Kaufleute, bevor diese in die Große Gilde aufgenommen werden konnten, ebenso ausländische Kaufleute, die sich über längere Zeiträume, aber nicht ständig in Tallinn aufhielten. |
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Katharinengang
Der Katharinengang (Katariina käik), der die Straßen Vene und Müürivahe miteinander verbindet, ist ein echtes Wahrzeichen, in dem die Handwerksmeister mit ihren Werkstätten und zugleich die Atmosphäre des Mittelalters zu Hause sind. Hier kann der Besucher Künstlern und Handwerkern bei ihrer Arbeit zuschauen. |
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Hof der Meister
Dieser in einem stillen Altstadthof versteckte Ort ist seit jeher das Reich der Handwerksmeister. Hier können Besucher Kunsthand-werk und Schmuck kaufen, sich Kunstausstellungen ansehen und das himmlische Naschwerk im beliebten Chocolaterie-Café probieren. |